Reisekataloge richtig lesen

Werbetexte verschleiern die tatsächlichen Verhältnisse in den Reisedestinations vor Ort mehr als dass sie sie treffend beschreiben. Veranstalter sind zwar zu objektiver Darstellung verpflichtet – was jedoch nicht heisst, dass sie kritisch berichten müssen. Gerade bei mehrsprachigen Katalogen ist es wichtig, dass die Funktion und die Aussage eines Werbetextes erhalten bleibt und nur wenige Änderungen erfährt.

Weicht er ganz ab von dem eigentlichen Thema und wirkt unverständlich, dann haben die Kunden ein negatives Bild von dem Produkt und der dahinterstehenden Reiseunternehmen.

Für Werbetexter gilt: Die Funktion bleibt am ehesten erhalten, wenn man sich zuerst die kulturellen Aspekte anschaut und anschließend den Text verfasst. Auch die gesetzlichen Regelungen sollten schon vor einer Auftragsannahme beachtet werden.

Sprachliche Besonderheiten

Zu den sprachlichen Besonderheiten zählen nicht nur die Umgangssprache und die länderspezifische Muttersprache, sondern auch die Bildsprache oder die persönliche Anrede. Als Beispiel eignet sich hier ein Vergleich zwischen deutscher Werbung und englischer Werbung.

In der englischsprachigen Werbung werden die Menschen viel öfter direkt angesprochen und erfahren auch eine persönlichere Bindung zum angebotenen Produkt. In Deutschland wiederrum, wird oftmals nur das Produkt mit den einzelnen Daten dazu vorgestellt. Eine persönliche emotionale Bindung wird eher selten aufgebaut. Das schafft eine gewisse Distanz zwischen Werbung und Kunden und bietet dem Kunden eine Privatsphäre, ohne eine direkte Aufforderung oder Vorschrift. Während es Engländer nicht als Belastung empfinden, wenn von dem Kunden etwas abverlangt wird oder er aufgefordert wird. Die Redewendungen und Stilmittel sind oftmals gleich und werden in jedem Land gern verwendet. Auch Vergleiche finden oft einen Platz in der Werbung.

Die kulturellen Aspekte

In der heutigen Zeit, haben Menschen oft sehr verschiedene Ansichten und Wertvorstellungen. Es ist deshalb wichtig die einzelnen Menschen, die zu der Zielgruppe gehören genau zu kennen. Die wesentlichen Merkmale, die dabei abgearbeitet werden sollten sind Weltanschauung, Sprache, Religion, Nation, Wertvorstellungen, Sitten und Gebräuche. Beachtet man diese Merkmale nicht, so ist es fast unmöglich ein Produkt effektiv auf dem Markt eines Landes zu verkaufen. Die Käuferzahlen werden niedrig bleiben, wenn man gegen die Ansschauung oder Einstellung der Kunden „verstößt“. Die kulturellen Aspekte sind der Hauptteil auf den geachtet werden sollte.

Gesetzliche Regelungen

Es ist sehr wichtig, die einzelnen Regelungen genau zu kennen. In Ländern, wo Redewendungen verboten oder verpöhnt sind, hinterlässt Werbung, die dagegen verstößt einen großen Imageschaden. Im schlimmsten Falle wird sie gar nicht erst veröffentlicht oder es werden hohe Geldstrafen in einer Anklage eingefordert. Auch die Kleidung spielt eine Rolle. So ist es in arabischen Ländern verboten, Frauen im Fernsehen zu zeigen, die keine Verschleierung tragen. Weitere Gesetze die in einzelnen Ländern erlassen wurden, ist das Verbot von Werbung in Bezug auf Tabakprodukte. Alkoholische Getränke unterliegen oftmals den gleichen Bedingungen und Verboten. Neben diesen Verboten gibt es noch zahlreiche andere Verbote. Die Gesetzeslage des Landes in dem Werbung betrieben werden soll, muss deshalb genau durchgelesen werden.

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